Nachhaltigkeit als integriertes Steuerungsmodell
Für Michaeler & Partner ist Nachhaltigkeitsmanagement heute ein fester Bestandteil der eigenen Unternehmens- und Beratungsarbeit. Das Team verantwortet das ESG-Management für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) und nutzt gleichzeitig die daraus gewonnene fachliche Kompetenz und Umsetzungserfahrung in Beratungsprojekten mit externen Kunden. Aus dieser Verbindung von operativer Umsetzung und Beratung ist ein Arbeitsmodell entstanden, das Nachhaltigkeit konsequent mit Wirtschaftlichkeit, Risikoaspekten und strategischer Unternehmensentwicklung verknüpft.
Auch aus Sicht von Oliver Julian Pessoa Huber, Geschäftsführer ESG von Michaeler & Partner, ist Nachhaltigkeit kein isoliertes Reporting-Thema, sondern ein zentraler Transformationshebel. Effizienz, Ressourcenschonung und wirtschaftlicher Erfolg hängen unmittelbar zusammen: Wer Ressourcen gezielt steuert, reduziert langfristig Kosten und Risiken. Gerade für eine international tätige Hotelgruppe mit Entwicklungs-, Betriebs- und Investitionsperspektive ist das entscheidend, da unterschiedliche Stakeholder zunehmend belastbare Daten, professionelles ESG-Management und klar nachvollziehbare strategische Ansätze erwarten.

Vom regulatorischen Treiber zur strukturierten Umsetzung
Der initiale Impuls kam, wie in vielen Unternehmen, aus der Regulatorik. Bei der FMTG entwickelte sich Nachhaltigkeit jedoch rasch über eine reine Compliance-Aufgabe hinaus zu einem strategischen Handlungsfeld mit Bedeutung für die gruppenweite Positionierung, den Umgang mit Risiken und die langfristige wirtschaftliche Resilienz. Aufgrund der komplexen Struktur mit mehreren Ländern, zahlreichen Standorten und heterogenen Datenquellen wurde schnell deutlich, dass Nachhaltigkeitsmanagement ohne ein strukturiertes, integriertes System nicht effizient skalierbar ist.
Vor diesem Hintergrund entschied sich Michaeler & Partner für die Zusammenarbeit mit Code Gaia. Die Plattform unterstützt dabei, zentrale ESG-Themen wie Wesentlichkeitsanalyse, Reporting und Corporate Carbon Footprint gebündelt abzubilden, Datenstrukturen zu vereinheitlichen und Prozesse effizienter sowie nachvollziehbarer zu gestalten. Dadurch wird nicht nur die operative Umsetzung erleichtert, sondern auch die Grundlage geschaffen, strategische und operative Maßnahmen konsistent miteinander zu verknüpfen.

Nachhaltigkeit hat sich für uns in den letzten Jahren klar vom „Nice to have“ zum „Must have“ entwickelt. Nicht nur aus regulatorischer Perspektive, sondern vor allem auch als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor.


Oliver Julian Pessoa Huber
Managing Director ESG Michaeler & Partner

Komplexe Datenlagen strukturiert nutzbar machen
Gerade in der Praxis zeigt sich, dass Nachhaltigkeitsdaten selten perfekt vorliegen. Statt vollständig, einheitlich und sofort auswertbar zu sein, müssen sie oft aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und eingeordnet werden. Michaeler & Partner setzt deshalb bewusst auf einen pragmatischen Ansatz: mit den vorhandenen Daten arbeiten, unterschiedliche Datenqualitäten sinnvoll zusammenführen und daraus belastbare Ergebnisse sowie strategische Entscheidungsgrundlagen ableiten.
Code Gaia wird dabei als zentrale Plattform für wesentliche Teile des Nachhaltigkeitsmanagements genutzt. Neben der Berechnung des Corporate Carbon Footprint unterstützt die Software insbesondere bei der Durchführung von Wesentlichkeitsanalysen, der Strukturierung von Stakeholder-Dialogen sowie beim Aufbau eines konsistenten ESG-Reportings. Unterschiedliche Datenpunkte werden an einem Ort gebündelt, komplexe Scope-3-Kategorien strukturiert abgebildet und auch bei unvollständiger Datenlage effizient weiterverarbeitet. Der Mehrwert liegt dabei nicht nur in der Automatisierung, sondern vor allem in der integrierten Struktur: Prozesse werden schneller, transparenter und prüfsicherer – eine wichtige Voraussetzung für strategische Steuerung, internes Management und externes Reporting.
Gerade bei komplexen Themen wie der Berechnung von Scope 3.1 (Eingekaufte Waren und Dienstleistungen) war die Entlastung besonders spürbar. Die Weiterentwicklung der KI-Unterstützung hat den Aufwand in einzelnen Bereichen reduziert, gleichzeitig bleibt die fachliche Bewertung zentral. Die Software ersetzt also nicht die Expertise, sondern unterstützt sie gezielt und schafft eine bessere Grundlage für fundierte Entscheidungen.
Entscheidend ist dabei vor allem die gewonnene Transparenz: Durch die bessere Datenbasis wird klarer, wo die größten Stellschrauben sind und wo am meisten gehandelt werden kann. Initiativen von anderen Unternehmen in der Branche übernehmen, kommt für sie dabei nicht infrage:
„Es geht nicht darum, einfach zu kopieren, was andere machen, sondern die eigenen Hebel zu verstehen und Schritt für Schritt die Maßnahmen umzusetzen, die wirklich Mehrwert schaffen“, erklärt Oliver.

Eine gute Plattform wie jene von Code Gaia schafft Struktur, Nachvollziehbarkeit und genau die Validierung, die es braucht, um Nachhaltigkeitsmanagement effizient und Reporting belastbar umzusetzen


Peter Teuschler
Corporate Sustainability Manager Michaeler & Partner

Vom Aha-Moment zu konkreten Verbesserungen
Nach zwei Jahren intensiver Arbeit an zahlreichen Nachhaltigkeitsprojekten, von Strategie und Wesentlichkeit bis hin zu Reporting und CO₂-Bilanzierung, sowie dem Aufbau begleitender ESG-Strukturen wurde eine belastbare Grundlage für Orientierung, Priorisierung und Umsetzung geschaffen, innerhalb der FMTG und darüber hinaus auch in der externen Beratung.
Am Beispiel der FMTG lag der Fokus im ersten Schritt auf der strukturierten Erfassung des Status quo und der Erhebung einer Datenbasis. In der Folge wurden eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, Stakeholder-Perspektiven eingeholt, eine belastbare Reporting-Struktur aufgebaut und ESG-Aspekte systematisch in bestehende Steuerungsprozesse integriert. Dadurch entstand Transparenz darüber, an welchen Stellen Emissionen, Ressourcenverbräuche und auch Kosten gezielt beeinflusst werden können.
Im Rahmen der Umsetzung für die FMTG wurden unter anderem folgende Maßnahmen entwickelt und begleitet:
- Einsparung von Wasser
- Ausbau von Photovoltaik
- Einsparung von Abfall
- Professionalisierung von Energiedaten
- Stärkere Verknüpfung von ESG-Daten mit Kostenstrukturen
In der weiteren Entwicklung liegt der Fokus insbesondere auf den Bereichen mit den größten Hebeln – vor allem Gebäudeverbräuche und Scope 3.1-Emissionen innerhalb der FMTG. Parallel dazu werden Reporting, Datenqualität und strategische Steuerung kontinuierlich weiterentwickelt und in Beratungsprojekten angewendet. Ein nächster zentraler Schritt ist die Entwicklung von Klimatransitionsplänen auf Basis einer zunehmend belastbaren Daten- und Analysegrundlage.
Diese strukturierte Herangehensweise bildet gleichzeitig die Grundlage für die Arbeit mit externen Kunden: Unternehmen werden dabei unterstützt, ihre wesentlichen ESG-Themen zu identifizieren, Datenstrukturen aufzubauen und Nachhaltigkeit in Strategie und Reporting zu integrieren – mit dem Ergebnis, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen, fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und Nachhaltigkeit als aktiven Steuerungs- und Werttreiber im Unternehmen zu verankern.





