Lichtdurchfluteter Wald

IFRS S1 & IFRS S2: Globale Orientierung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

IFRS, Nachhaltigkeitsstrategie | 20. November 2025
Sandra Lustig
Sustainability Specialist Code Gaia

Executive Summary

Code Gaia hat die IFRS-Nachhaltigkeitsstandards in die Reihe der Berichtsrahmenwerke in der Software aufgenommen. Die IFRS-Nachhaltigkeitsstandards werden in erster Linie von börsennotierten und großen multinationalen Unternehmen verwendet, insbesondere von solchen mit komplexen globalen Lieferketten oder erheblichen ökologischen und sozialen Auswirkungen. Sie gewinnen in wichtigen Märkten wie Großbritannien, Kanada, Australien, Singapur und Japan an Bedeutung, wo Regulierungsbehörden und Börsen ihre Angabepflichten zunehmend an den ISSB-Standards ausrichten.  Mehrere Länder, darunter Großbritannien und Kanada, haben Pläne angekündigt, die ISSB-basierte Berichterstattung für große Unternehmen verbindlich vorzuschreiben, wodurch ihre Rolle als globale Grundlage für die Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen auf den Kapitalmärkten gestärkt wird. Innerhalb der Europäischen Union schreibt die CSRD zwar die Verwendung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) vor, doch sind die beiden Rahmenwerke so konzipiert, dass sie miteinander kompatibel sind.

Was sind die IFRS-Nachhaltigkeitsstandards?

IFRS S1 und S2 wurden im Juni 2023 vom International Sustainability Standards Board (ISSB) veröffentlicht und sind ab dem Geschäftsjahr 2024 anwendbar. Die IFRS-Nachhaltigkeitsstandards konzentrieren sich darauf, nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Chancen offenzulegen, die sich auf den Unternehmenswert auswirken könnten. Die Standards schließen somit die Lücke zwischen der traditionellen Finanzberichterstattung und nichtfinanziellen Nachhaltigkeitsdaten und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsleistung mit derselben Strenge bewertet wird wie die Finanzergebnisse. Ein wesentliches Merkmal der neuen Standards ist ihre Interoperabilität mit bestehenden internationalen Rahmenwerken, wie etwa den Sustainability Accounting Standards Board (SASB)-Standards. Diese Anschlussfähigkeit erleichtert nicht nur die Integration in nationale Gesetzgebungen, sondern fördert auch eine Harmonisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung über Branchen und Ländergrenzen hinweg. Auch bei der Überarbeitung der ESRS wurde auf eine enge Kompatibilität zu den IFRS-Nachhaltigkeitsstandards geachtet, was ein klares Zeichen für deren wachsende Bedeutung als globale Referenz in der Nachhaltigkeitsberichterstattung darstellt.

Was ist das Ziel der IFRS-Nachhaltigkeitsstandards?

Das zentrale Ziel der IFRS-Nachhaltigkeitsstandards besteht darin, die Qualität und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen weltweit zu verbessern. Sie schaffen eine einheitliche Grundlage für die Offenlegung relevanter Daten und bilden damit den globalen Referenzrahmen für zukünftige Berichterstattung.

Wie schon bei den klassischen Finanzstandards der IFRS verfolgen auch IFRS S1 und S2 den Ansatz, eine globale Basis („Global Baseline“) für Nachhaltigkeitsinformationen zu schaffen. Sie legen den Grundstein für ein konsistentes Reporting und stellen sicher, dass zentrale Themen weltweit einheitlich abgedeckt werden. Nationale Gesetzgeber können darauf aufbauen und zusätzliche Anforderungen hinzufügen, um spezifischen politischen oder regulatorischen Bedürfnissen gerecht zu werden. Durch diesen Baseline-Ansatz fördern die Standards vergleichbare, verlässliche Kennzahlen und reduzieren gleichzeitig Mehrfachberichterstattung für Unternehmen, die unterschiedlichen Offenlegungspflichten unterliegen. So tragen IFRS S1 und S2 wesentlich dazu bei, Transparenz zu schaffen und den Aufwand im internationalen Reporting zu verringern.

Inhalte der IFRS-Nachhaltigkeitsstandards

IFRS S1 legt die allgemeinen Anforderungen zur Offenlegung aller wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen fest, während sich IFRS S2 auf klimabezogene Informationen konzentriert.

IFRS S1: Allgemeine Anforderungen für Nachhaltigkeitsinformationen

Der Standard IFRS S1 („General Requirements for Disclosure of Sustainability-Related Financial Information“) definiert die Basisanforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Er fordert Unternehmen auf, alle wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen offenzulegen, die ihre finanzielle Lage, Cashflows oder den Zugang zu Kapital beeinflussen könnten.

Zentrale Berichtselemente sind:

  • Governance:  Verantwortlichkeiten und Entscheidungsstrukturen
  • Strategie:  Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen
  • Risikomanagement:  Identifikation und Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen
  • Kennzahlen & Ziele:  Kennzahlen zur Leistungsmessung und Zielverfolgung

Damit bildet IFRS S1 das übergreifende Rahmenwerk für alle künftigen ISSB-Standards.

IFRS S2: Klimabezogene Offenlegungspflichten

Der Standard IFRS S2 („Climate-Related Disclosures“) fokussiert sich auf Klimarisiken und -chancen.  Unternehmen sollen berichten, wie sich Klimawandel und Klimapolitik auf ihre Strategie, Geschäftsmodelle und Finanzlage auswirken.

Wesentliche Inhalte sind:

  • Übergangs- und physische Klimarisiken
  • Szenarioanalysen zur Bewertung der Resilienz des Geschäftsmodells
  • Emissionen (Scope 1 bis 3) und weitere klimabezogene Kennzahlen
  • Ziele und Fortschritte bei Emissionsreduktionen

Beide Standards bauen strukturell auf den Empfehlungen und Säulen der TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) auf. Im ersten Berichtsjahr können Unternehmen die Übergangsregelung („Climate-First“-Ansatz) nutzen und sich zunächst auf klimabezogene Angaben konzentrieren.

IFRS-Nachhaltigkeitsstandards in der Praxis

Bevor IFRS S1 und IFRS S2 verpflichtend angewendet werden können, müssen sie zunächst von den jeweiligen nationalen oder regionalen Gesetzgebern offiziell übernommen werden. Bis dahin bleibt ihre Anwendung freiwillig, bietet Unternehmen jedoch bereits jetzt eine wertvolle Orientierung für künftige Berichtspflichten.

Ein erstes Beispiel für eine nationale Umsetzung in Europa liefert das Vereinigte Königreich: Dort hat die Regierung einen Entwurf eigener Nachhaltigkeitsstandards (die UK Sustainability Disclosure Standards „UK SDS“) veröffentlicht, die direkt auf den IFRS-Vorgaben basieren. Damit setzt das Vereinigte Königreich ein klares Signal für die internationale Ausrichtung und frühe Integration der neuen Standards in nationale Regulierungen. Auch wenn sich die regulatorische Landschaft aktuell dynamisch entwickelt, ist es für Unternehmen jetzt der richtige Zeitpunkt, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung gezielt auszubauen. Wer früh handelt, stärkt nicht nur die eigene Glaubwürdigkeit, sondern ist auch besser vorbereitet auf zukünftige Anforderungen, national wie international.

IFRS-Nachhaltigkeitsstandards in der Code Gaia Software

Ab sofort sind die IFRS Standards S1 und S2 in der Code Gaia Software verfügbar.

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